Skip to main content

Tag 2 - Lasst uns das zusammen machen

Tag 2 ist eigentlich unspektakulär gestartet. Aufgestanden, Kaffee, der normale Ablauf. Kein besonderer Moment, bei dem man denkt: „Jetzt passiert was Großes.“

Aber im Hintergrund läuft gerade etwas, das ich so nicht erwartet hätte.

Ich bekomme viele Nachrichten. Wirklich viele. Einige schreiben einfach nur: „Ich lese mit.“ Andere sagen ganz klar: „Ich habe auch angefangen.“ Und wieder andere stellen konkrete Fragen – was ich genau mache, wie ich starte, ob das alltagstauglich ist.

Das hat heute dazu geführt, dass ich irgendwann gedacht habe: Warum macht das eigentlich jeder für sich alleine?

Mein Tag selbst war ziemlich normal. Ich habe mein Glyck wie gewohnt verdünnt getrunken, über den Tag verteilt. Kein großer Aufwand, kein besonderes „Programm“. Einfach das, was ich mir vorgenommen habe, umsetzen.

Früher war genau das oft das Problem. Entweder zu viel vorgenommen oder zu schnell wieder aufgehört. Diesmal halte ich es bewusst einfacher.

Was sich aber wirklich verändert hat, ist der Austausch. Eine Freundin hat mir heute geschrieben, dass sie unsicher ist, ob sie das durchhält. Eine andere hat gefragt, wie viel ich trinke. Und plötzlich ist man mitten in einem Gespräch, das es so vorher gar nicht gab.

Auch zu Hause merkt man das. Mein Mann fragt nicht mehr nur nebenbei irgendwas, sondern interessiert sich tatsächlich dafür, wie ich das mache. Nicht kompliziert, eher so: „Und, läuft’s?“

Das sind keine großen Dinge. Aber sie machen einen Unterschied.

Ich glaube, viele versuchen abzunehmen und ziehen das komplett alleine durch. Ohne Austausch, ohne Rückmeldung. Und genau dann wird es schwierig, weil man bei jedem kleinen Problem sofort ins Grübeln kommt.

Jetzt ist das anders. Wenn etwas unklar ist, fragt man kurz. Wenn ein Tag nicht gut läuft, ist das kein Drama. Und wenn etwas funktioniert, merkt man das auch bei anderen.

Das macht es nicht automatisch leicht. Aber es macht es einfacher, dranzubleiben.

Deshalb fühlt sich dieser zweite Tag gar nicht wie „Tag 2 einer Diät“ an. Eher wie der Anfang von etwas, das man nicht alleine durchziehen muss.