Tag 7: Zahlen, Fortschritt und der Kopf dazwischen
Heute wird es konkreter. Ich schreibe bewusst über Zahlen, weil genau das viele interessiert und ich selbst merke, dass es mir hilft, das Ganze einzuordnen.
Ich liege aktuell noch über 90 Kilo. Das ist die Ausgangslage.
Die letzten Tage habe ich wieder abgenommen. Kein spektakulärer Sprung, aber es geht nach unten. Genau das, was man eigentlich will.
Und trotzdem fühlt es sich nicht so an, wie man es erwartet.
Ich habe gedacht, dass ich mich mehr freue, wenn es wieder sichtbar wird. Stattdessen ist da sofort der nächste Gedanke: Das reicht noch nicht. Es müsste schneller gehen.
Das ist wahrscheinlich der Punkt, an dem viele aufhören. Nicht weil es nicht funktioniert, sondern weil es sich nicht schnell genug anfühlt.
Ich habe heute bewusst mit Arlett und Marco darüber gesprochen. Beide haben ziemlich ruhig reagiert. Für sie ist genau das, was gerade passiert, der Idealfall.
Kein schneller Verlust, kein extremer Einschnitt, sondern ein stabiler Verlauf.
Marco hat es ziemlich nüchtern gesagt: „Wenn es dauerhaft halten soll, muss es genau so laufen.“
Arlett war noch direkter: „Du willst Ergebnisse – dein Körper will Stabilität. Wenn du ihm Zeit gibst, bekommst du beides.“
Das klingt logisch. Trotzdem bleibt dieses Gefühl im Kopf.
Parallel kommen gerade viele Nachrichten rein. Freunde fragen nach konkreten Zahlen, Bekannte wollen wissen, ob es wirklich funktioniert, und komplett Fremde schreiben, dass sie überlegen anzufangen.
Das macht es auf eine Art einfacher, aber auch anspruchsvoller. Man merkt, dass man nicht mehr nur für sich selbst unterwegs ist.
Was ich gerade lerne: Abnehmen ist weniger ein „Projekt“ und mehr ein Zustand. Man ist mittendrin. Es gibt keine klare Linie zwischen Erfolg und Zweifel – beides läuft gleichzeitig.
Heute war kein besonderer Tag. Aber ein ehrlicher. Und vielleicht sind genau diese Tage die, die am Ende den Unterschied machen.